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Vom ersten Mandat zu Hunderten Lastschriften pro Woche: wie Schleyer Systemtechnik das Thema Zahlungen abgehakt hat

Schleyer Systemtechnik

Ausgangslage

Schleyer Systemtechnik ist ein IT-Dienstleister, wie es ihn in Deutschland tausendfach gibt und wie ihn der Mittelstand dringend braucht. Netzwerke, Server, Arbeitsplätze, Telefonanlagen, Backup. Die Kunden sind Handwerksbetriebe, Arztpraxen, Steuerkanzleien und kleine Produktionsfirmen. Die meisten haben einen Wartungsvertrag, viele beziehen zusätzlich Lizenzen und Cloud-Dienste über Schleyer.

Das Geschäftsmodell ist gesund: wiederkehrende Umsätze, langfristige Kundenbeziehungen. Das Problem lag woanders. „Wir hatten ein sehr verlässliches Geschäft mit sehr unzuverlässigen Zahlungseingängen“, sagt Lukas.

Die Herausforderung

Jede Rechnung ging per E-Mail raus, Zahlungsziel 14 Tage. Ein Teil der Kunden zahlte pünktlich. Ein großer Teil zahlte, wenn die Buchhaltung beim Kunden Zeit hatte. Und ein kleiner Teil zahlte erst nach der zweiten Erinnerung.

Dazu kam der Abgleich. Auf dem Kontoauszug standen Verwendungszwecke wie „Rechnung März“ oder nur der Firmenname, manchmal drei Rechnungen in einer Überweisung, manchmal ein Teilbetrag. Lukas saß am Monatsende einen ganzen Tag daran, Zahlungen Rechnungen zuzuordnen und die offenen Posten in Lexware Office auf Stand zu bringen.

„Das Schlimmste war nicht die Arbeit, sondern das Gefühl, dass ich als Techniker gerade nichts Sinnvolles tue. Ein Kunde hatte einen Serverausfall, und ich habe Kontoauszüge abgeglichen.“
Lukas, Schleyer Systemtechnik

Die Lizenzen verschärften das. Microsoft und der Distributor wollen ihr Geld am Monatsanfang. Wenn die Kunden drei Wochen später zahlen, finanziert Schleyer die Lizenzen ihrer Kunden vor, jeden Monat aufs Neue.

Lukas hatte zwei Auswege im Kopf. Der eine war eine Teilzeitkraft für die Buchhaltung, die mehr gekostet hätte als ein mittelgroßer Wartungskunde einbringt. Der andere war, Wachstum zu bremsen. „Ab einer bestimmten Kundenzahl hätte jeder neue Vertrag mehr Verwaltung als Gewinn bedeutet“, sagt er. Beides wollte er nicht.

Warum SepaHeld

Lastschrift war für Lukas das naheliegende Ziel. Der klassische Weg schreckte ihn ab: eigene Gläubiger-ID bei der Bundesbank beantragen, Papiermandate verschicken und einscannen, SEPA-XML-Dateien erzeugen und im Online-Banking hochladen, danach trotzdem jede Buchung von Hand zuordnen. „Damit hätte ich ein manuelles Problem gegen ein anderes getauscht“, sagt er.

Drei Dinge gaben den Ausschlag für SepaHeld:

  • Die direkte Anbindung an Lexware Office, wo seine Rechnungen ohnehin entstehen.
  • Mandate per Link statt auf Papier, ohne eigene Gläubiger-ID.
  • Die automatische Verbuchung: Rechnung bezahlt, Gebühr gebucht, ohne Abgleich.
„Ich habe mir drei Anbieter angeschaut. Bei zweien hätte ich die Rechnungen exportieren und irgendwo hochladen müssen. Bei SepaHeld ist die Rechnung in Lexware Office der Auslöser für alles. Das war der Punkt, an dem ich wusste: Das hier skaliert mit mir.“
Lukas, Schleyer Systemtechnik

Die Einführung: vom ersten Abend bis heute

  1. Tag 1, abends

    Konto bei SepaHeld angelegt, GoCardless und Lexware Office verbunden, Zahlungsbedingung „SEPA-Lastschrift“ angelegt. Dauer: knapp 20 Minuten inklusive Kaffee.

  2. Tag 2, 7:40 Uhr

    Das erste Mandat ist bestätigt. Eine Zahnarztpraxis, die Lukas am Vorabend als Testkunden ausgewählt hatte.

  3. Woche 1

    Info-Mail an alle Wartungskunden: „Ab nächsten Monat ziehen wir ein, Sie müssen nichts mehr überweisen.“ Die Mandatsanfragen gehen automatisch hinterher.

  4. Woche 2

    Rund 70 % der angeschriebenen Kunden haben ihr Mandat bestätigt.

  5. Monat 1

    Erster vollständiger Monatslauf. Alle Lastschrift-Rechnungen sind am Fälligkeitstag eingezogen und in Lexware Office auf „bezahlt“ gesetzt.

  6. Monat 3

    90 % der Bestandskunden auf Lastschrift. Neue Kunden bekommen den Mandatslink direkt mit dem Wartungsvertrag.

  7. Heute

    Mehrere hundert Lastschriften pro Woche, inklusive Lizenzen, Hosting und Einzelrechnungen für Projekte. Die Buchhaltung macht Lukas weiterhin selbst, in einem Bruchteil der Zeit.

„Ich hatte damit gerechnet, dass Kunden nachfragen oder sich beschweren. Es kam genau eine Rückfrage, und die war, ob das auch für die Telefonanlage geht.“
Lukas, Schleyer Systemtechnik

Wie es sich für die Kunden angefühlt hat

Für die Kunden von Schleyer war die Umstellung ein Klick. Sie bekamen eine E-Mail mit Link, haben IBAN und Namen eingetragen, bestätigt. Danach war das Thema für sie erledigt.

„Ich bin froh um alles, was ich nicht mehr selbst überweisen muss. Das hat keine zwei Minuten gedauert.“
Büroleiterin einer Steuerkanzlei, Kundin von Schleyer Systemtechnik
„Wir hatten früher schon mal eine Mahnung, weil die Rechnung im Spam lag. Das kann jetzt nicht mehr passieren.“
Inhaber eines Elektrobetriebs, Kunde von Schleyer Systemtechnik

Die Ergebnisse

  • Zeit für Zahlungsabgleich

    Vorher

    1 Arbeitstag pro Monat

    Heute

    unter 1 Stunde pro Monat

  • Ø Tage bis Geldeingang nach Rechnungsstellung

    Vorher

    24 Tage

    Heute

    3 Tage nach Fälligkeit, planbar

  • Mahnungen pro Monat

    Vorher

    10–15

    Heute

    0

  • Anteil Kunden mit Lastschrift

    Vorher

    0 %

    Heute

    über 90 %

  • Rücklastschriftquote

    Vorher

    –

    Heute

    unter 0,5 %

  • Lastschriften pro Woche

    Vorher

    0

    Heute

    mehrere hundert

Der größte Effekt ist keiner, der in einer Tabelle steht. Die Lizenzkosten, die Schleyer am Monatsanfang zahlt, kommen jetzt im selben Rhythmus von den Kunden zurück. Die monatliche Vorfinanzierung ist verschwunden, und mit ihr der Blick aufs Konto vor jeder Distributorrechnung.

„Das Wachstum der letzten Monate hätte ich mit dem alten Ablauf gar nicht stemmen können. Mehr Kunden hätten mehr Abgleich bedeutet. So ist es einfach mehr Umsatz.“
Lukas, Schleyer Systemtechnik

Ein ganz normaler Monat heute

Am Monatsersten erstellt Lexware Office die wiederkehrenden Wartungs- und Lizenzrechnungen. Die Kunden bekommen ihre Rechnung per E-Mail und, wie gewohnt bei SEPA, vorab die Ankündigung des Einzugs. Zum Fälligkeitstag zieht SepaHeld alle Beträge über GoCardless ein. Ein paar Werktage später landet die gesammelte Auszahlung auf dem Geschäftskonto.

In der Zwischenzeit hat SepaHeld jede Rechnung in Lexware Office auf bezahlt gesetzt und die Auszahlung samt Gebühren verbucht. Lukas schaut einmal in der Woche ins Dashboard. Meistens gibt es nichts zu tun. Wenn doch, ist es eine einzelne Rücklastschrift, etwa weil ein Kunde die Bank gewechselt hat. Dann geht ein neuer Mandatslink raus, und die Sache ist erledigt.

Projektrechnungen, Hardware und Einzelaufträge laufen über denselben Weg. Für den Kunden mit Mandat ist es egal, ob die Rechnung über 49 € Wartung oder 4.900 € für einen neuen Server lautet.

„Früher war die Buchhaltung ein Projekt am Monatsende. Heute ist sie ein Blick am Montagmorgen, zwischen Kaffee und erstem Ticket.“
Lukas, Schleyer Systemtechnik
„Wir haben letztes Jahr einen neuen Server über Schleyer gekauft. Die Rechnung kam, das Geld wurde abgebucht, fertig. Kein Freigabezettel, keine Überweisung, kein Nachfragen.“
Geschäftsführer eines Handwerksbetriebs, Kunde von Schleyer Systemtechnik

Was andere IT-Dienstleister daraus lernen können

  1. Mit einem Kunden anfangen. Ein Testkunde, der Ihnen wohlgesonnen ist, zeigt in einem Tag, wie sich der Ablauf anfühlt.

  2. Die Umstellung ankündigen, nicht verhandeln. Eine kurze Info-Mail reicht. Firmenkunden sind Lastschrift von Versicherungen und Leasing gewohnt.

  3. Neukunden ab Tag eins auf Lastschrift. Den Mandatslink in den Vertragsprozess aufnehmen. Dann stellt sich die Frage nach der Zahlungsart gar nicht erst.

  4. Lizenzen und Wartung zusammen einziehen. Gerade die Positionen mit dünner Marge profitieren am meisten von pünktlichem Geld ohne Kartengebühr.

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